Stammschule FBZ

Im Schuljahr 2014/15 hat der Westerwaldkreis als Träger einen Antrag auf Ernennung der Berggartenschule Siershahn zum Förder- und Beratungszentrum gestellt, dem die bestehenden Förderschulen als Stammschulen Beratung für ausgewählte Bereiche zugeordnet sind. Nach Zustimmung des Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur in Mainz hat das Förder- und Beratungszentrum zum Schuljahr 2015/16 seine Arbeit aufgenommen.

Für die Michael-Ende-Schule Bad Marienberg sind im Schuljahr 2018/19 FöL A. Herzog und FöL D.Lay-Weber als Beratungslehrer L/SE eingesetzt.

Einzelberatungsanträge oder neuerdings auch Anträge zur präventiven Beratung in den Klassen 1 und 5 können ganz einfach von der Homepage der Berggartenschule Siershahn heruntergeladen, ausgefüllt und nach Siershahn geschickt werden. Für den Einzugsbereich der Michael-Ende-Schule wird der Antrag dann an uns weiter gegeben. Antragsberechtigt sind Schulen und Erziehungsberechtigte, im Zentrum der Beratung steht die individuelle Unterstützung von Schülerinnen und Schülern.

Neuerdings können Schulen auch Kurzberatungsanfragen stellen, um Fragen zur Meldung auf Überprüfung des sonderpädagogischen Förderbedarfs zu klären.

Rückfragen beantworten wir gerne!

 

Auszüge aus dem Antrag vom März 2015:

1.) Grundsätzliches

Die Berggarten-Schule, Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen in Siershahn, soll den Auftrag zur Einrichtung eines Förder- und Beratungszentrums (FBZ) für den Westerwaldkreis gem. § 92 Abs. 6 Schulgesetz erhalten.

Die Förderschulen

  • Berggarten-Schule Siershahn, SFL
  • Burggarten-Schule, Hachenburg, SFL/E
  • Schiller-Schule, Höhr-Grenzhausen, SFL
  • Katharina-Kasper-Schule, Wirges, SFgE/M
  • Michael-Ende-Schule, Bad Marienberg, SFL
  • Schule am Rothenberg, Hachenburg, SFS
  • Friedrich Schweitzer Schule, Westerburg, SFL
  • Wilhelm-Albrecht-Schule, Höhn, SFgE/M

werden das FBZ als Stammschulen für Förderung und Beratung (SFB) unterstützen und für Ihre Region als eine Art Satellitenstandort des FBZ fungieren.

2.) Auftrag und Aufgaben des Förder- und Beratungszentrums

Die Berggarten-Schule (FBZ) und die Stammschulen für Förderung und Beratung, verpflichten sich, gemeinsam Inklusion im Zuständigkeitsbereich des Förder- und Beratungszentrums qualitativ weiterzuentwickeln und durch präventive Maßnahmen sonderpädagogischen Förderbedarf von Kindern und Jugendlichen zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Durch geeignete sonderpädagogische Maßnahmen wird dem individuellen Förderbedarf von Kindern und Jugendlichen entsprochen und ein adäquater Schulabschluss ermöglicht.

Die vernetzten Förderschulen entwickeln in enger Kooperation auf der Grundlage der beschriebenen Ressourcen (vgl. Punkt 5) ein gemeinsames Konzept, um den Förder- und Inklusionsauftrag des FBZ umzusetzen.

3.) Zuständigkeitsbereiche

Mit Blick auf die Größe der Gebietskörperschaften wird der Zuständigkeitsbereich des Förder- und Beratungszentrums grundsätzlich wie folgt aufgeteilt:

Die Berggarten-Schule, die Burggarten-Schule, die Schiller-Schule, die Friedrich-Schweitzer-Schule und die Michael-Ende-Schule beraten und unterstützen die Kindertagesstätten und die Schulen der Primarstufen, Sekundarstufen I und II aller Verbandsgemeinden des Westerwaldkreises in den Förderschwerpunkten Lernen und sozial-emotionale Entwicklung. Die bisherigen regionalen Zuständigkeiten sollen beibehalten werden.

Die Berggarten-Schule Siershahn (FBZ) betreut die Verbandsgemeinden Montabaur (außer den Augstgemeinden), Wirges, Selters und einen Teil der Verbandsgemeinde Wallmerod.

In diesem Bereich liegen 14 Grundschulen: Siershahn, Marienrachdorf, Wirges, Montabaur, Herschbach (Uww.), Horbach, Montabaur-Horressen, Nentershausen, Hundsangen, Welschneudorf, Girod, Ruppach-Goldhausen Weroth und Dernbach.

Hinzu kommen 4 Schwerpunktschulen: Grundschule Niederelbert, Grundschule Selters, Anne-Frank-Realschule plus Montabaur und IGS Selters.

Die Burggarten-Schule Hachenburg betreut die Verbandsgemeinde Hachenburg für FSP-Lernen, für den Bereich SE (Bildungsgang: Grundschule/Berufsreife) betreut die Schule den gesamten Westerwaldkreis.

In diesem Bereich liegen 7 Grundschulen: Alpenrod, Atzelgift-Streithausen, Hachenburg-Altstadt, Müschenbach, Roßbach, Borod und Kroppach.

Hinzu kommen 2 Schwerpunktschulen: Grundschule am Schloss Hachenburg und die Realschule plus Hachenburg.

Die Schiller-Schule Höhr-Grenzhausen betreut die Verbandsgemeinden Höhr-Grenzhausen und Ransbach-Baumbach sowie die Augstgemeinden der Verbandsgemeinde Montabaur.

In diesem Bereich liegen 5 Grundschulen: Nauort, Ransbach-Baumbach, Hilgert, Hillscheid und Neuhäusel.

Hinzu kommen 3 Schwerpunktschulen: Grundschule Wittgert, Grundschule Höhr-Grenzhausen und Ernst-Barlach-Realschule plus Höhr-Grenzhausen.

Die Friedrich-Schweitzer-Schule Westerburg betreut die Verbandsgemeinde Westerburg, den südlichen Teil der Verbandsgemeinde Rennerod und einen Teil der Verbandsgemeinde Wallmerod.

In diesem Bereich liegen 13 Grundschulen: Westerburg, Elsoff, Gemünden, Guckheim, Kaden, Meudt, Niederahr, Wallmerod, Stockum-Püschen, Langenhahn, Hellenhahn-Schellenberg, Rennerod und Irmtraut.

Hinzu kommen 5 Schwerpunktschulen: Grundschule Herschbach (Oww.), Grundschule Höhn, Realschulen plus in Salz und Westerburg sowie die Maria-Montessori-Schule Westerburg.

Die Michael-Ende-Schule Bad Marienberg betreut die Verbandgemeinde Bad Marienberg und den nördlichen Teil der Verbandsgemeinde Rennerod.

In diesem Bereich liegen 6 Grundschulen: Nister-Möhrendorf, Hof, Neunkhausen, Nistertal, Norken und Unnau.

Hinzu kommt eine Schwerpunktschule: Grundschule Bad Marienberg.

Die Schule am Rothenberg Hachenburg berät und unterstützt die Kindertagesstätten und die Schulen des Westerwaldkreises im Förderschwerpunkt Sprache. Für den gesamten Kreis Altenkirchen übernimmt die Schule am Rothenberg ebenfalls diese Beratungsaufgaben.

Die Katharina-Kasper-Schule (Trägerschaft Caritasverband Westerwald–Rhein-Lahn e.V. Montabaur) und die Wilhelm-Albrecht-Schule (Trägerschaft Heinrich-Haus gGmbH) beraten und unterstützen die Kindertagesstätten und die Schulen im Westerwaldkreis in den Förderschwerpunkten ganzheitliche und motorische Entwicklung.

Die Katharina-Kasper-Schule Wirges betreut die Verbandsgemeinden Wirges, Selters, Ransbach-Baumbach, Höhr-Grenzhausen, Montabaur und den südlichen Teil der Verbandsgemeinde Wallmerod mit den dazugehörigen Schulen.

Die Wilhelm-Albrecht-Schule Höhn betreut die Verbandsgemeinden Westerburg, Rennerod, Bad Marienberg, Hachenburg und den nördlichen Teil der Verbandsgemeinde Wallmerod mit den dazugehörigen Schulen.

Die Christiane-Herzog-Schule, private Schule mit dem Förderschwerpunkt Motorik in Neuwied, berät und unterstützt im Förderschwerpunkt motorische Entwicklung auf Nachfrage des Förder- und Beratungszentrums bzw. der Stammschulen für Beratung und Förderung.

In der Organisation und Ausführung der Beratungsaufgaben nach den beschriebenen Zuständigkeitsbereichen, die sich an den Gebietskörperschaften und den Förderschwerpunkten der Schulen orientieren, können nach Absprache unter den betreffenden Schulen begründete Ausnahmen getroffen werden. Darüber entscheidet die Leiterin bzw. Leiter des Förder- und Beratungszentrums in Absprache mit der Leiterin bzw. dem Leiter der Gruppe der Beratungslehrkräfte.

4.) Aufgabenbereiche des Förderzentrums und der Förderschulen

4.1. Förder und Beratungszentrum

Das Förder- und Beratungszentrum Berggartenschule in Siershahn nimmt Anfragen im Sinne seines Auftrages an und setzt erforderliche Maßnahmen in Absprache mit den Kooperationsschulen (Stammschulen zur Beratung und Förderung) in Gang.

Das Förder- und Beratungszentrum übernimmt den Aufbau von Kooperations-, Kommunikations- und Vernetzungsstrukturen mit allen Stammschulen für Beratung und Förderung, sowie mit der Christiane-Herzog-Schule ( (private Schule mit dem Förderschwerpunkt Motorik in der Trägerschaft der Heinrich-Haus gGmbH Neuwied).

Das Förder- und Beratungszentrum übernimmt den Aufbau von Kooperations- und Vernetzungsstrukturen mit dem Jugend- und Gesundheitsamt des Westerwaldkreises, Rehabilitationsträgern, vorschulischen Einrichtungen, anderen Beratungssystemen und weiteren außerschulischen Partnern.

4.3 Stammschulen FB L/SE

Die Stammschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen, die Berggarten-Schule Siershahn, die Burggarten-Schule Hachenburg, die Friedrich-Schweitzer-Schule Westerburg, die Michael-Ende-Schule Bad Marienberg und die SchillerSchule Höhr-Grenzhausen übernehmen in ihrem Zuständigkeitsbereich folgende Aufgaben:

  • Intensive Kooperation mit dem Förder- und Beratungszentrum
  • Präventive Beratung in den Kindertagesstätten beim Übergang in die Schule.
  • Diagnose/Beratung/Förderung im Förderschwerpunkt Lernen, auch in Kombination mit anderen Fachrichtungen wie SPR und SE, z.B.
    • Beratung bei Schulschwierigkeiten hinsichtlich individueller Fördermöglichkeiten
    • Beratung im Rahmen des Verfahrens zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs
    • Beratung zum Förderort
    • Beratung zu außerschulischen Unterstützungsmöglichkeiten
  • Spezielle Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Erschwernissen beim Lernen
  • Diagnose/Beratung/Integrierte Förderung im Förderschwerpunkt SE
  • Berufliche Integration von Schülerinnen und Schülern mit erschwerten Lernvoraussetzungen
  • Kooperation mit allen Regelschulen des Einzugsgebietes
  • Kooperative Entwicklung inklusiver Förderkonzepte mit den Schwerpunktschulen des Einzugsgebietes
  • Kooperation mit unterstützenden außerschulischen Einrichtungen
  • Zusätzliches Angebot der Burggarten-Schule Hachenburg für den gesamten Westerwaldkreis: Spezielle Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Förderbedarf sozial-emotionale Entwicklung in den Bildungsgängen Grundschule und Berufsreife.